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Glutenunverträglichkeit

Modeerscheinung oder echte auswirkung auf die gesundheit?

Diese Frage war in den letzten Jahren Gegenstand vieler Diskussionen.

Was ist Gluten und woraus besteht es?

Gluten besteht hauptsächlich aus zwei Arten von Pflanzenproteinen: Prolamine und Glutenine.

Glutenproteine spielen bei der Brotherstellung eine zentrale Rolle: Sie helfen, Mehl in einen weichen, elastischen und dehnbaren Teig zu verwandeln (das Wort Gluten stammt vom lateinischen Wort glutinum ab, was Leim oder Kleber bedeutet), und geben der Brotkrume ihre weiche und doch widerstandsfähige Konsistenz. Da Gluten die Gasverbindung verbessert, nimmt das Brot mehr Volumen an.

Unter den Prolaminen können Alpha-Gliadin aus Weizen, Dinkel und Kamut, Hordein aus Gerste, Secalin aus Roggen, Zenin aus Mais, Avenin aus Hafer, Cafirin aus Sorgho, Panicin aus Hirse usw. Erwähnt werden. Prolamin ist in geringer Menge auch in Reis (Orzenin) enthalten.

Die Prolamine gelten als toxischer als Glutenine.

Die Meinungen gehen in Bezug auf die Toxizität bestimmter Prolamine auseinander, aber es ist nicht auszuschließen, dass alle Prolamine bei manchen Menschen Probleme verursachen können.

War es schon immer bestandteil unserer ernährung?

Bir vor Kurzem waren alle Menschen Jäger und Sammler. Mit der neolithischen Revolution und dem Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht, vor etwa 10.000 Jahren, nahm ihr Getreidekonsum nach und nach zu.

Seit dem Beginn der Landwirtschaft wurden Getreide, insbesondere Weizen und Mais, mehrfach genetisch manipuliert, sodass das Getreide, das wir heute konsumieren, nicht mehr dem von vor 10.000 ähnelt (der heutige Weizen hat 42 Chromosome im Vergleich zu 14 beim ursprünglichen Weizen).

Gene brauchen jedoch sehr lange, um sich zu entwickeln. Wenn man die außergewöhnliche Langsamkeit der genetischen Evolution mit der außergewöhnlichen Geschwindigkeit der genetischen Veränderung in der menschlichen Ernährung vergleicht, versteht man sofort, dass man nicht auf Anpassungsphänomene - zumindest genetische - zählen kann, um eine harmonische Beziehung zwischen Menschen und seiner Nahrung sicherzustellen. In der Tat scheint die kürzliche Einführung von Gluten in die menschliche Ernährung bei einigen Menschen alle möglichen Störungen zu verursachen, die manchmal weit über Verdauungs- und Darmprobleme hinausgehen.

Was sind die auswirkungen auf unsere gesundheit?

Wenn über Erkrankungen gesprochen wird, die mit dem Verzehr von Gluten zusammenhängen, wird sofort an Zöliakie gedacht.

Wenn Sie mehr über die Vorgeschichte der Zöliakie erfahren möchten, lade ich Sie ein, auf diesen Link zu klicken.

Dank der gemeinsamen Forschungen und Bemühungen vieler Forscher, aber auch dank des Fortschritts der Wissenschaft und der immer perfekter werdenden Darmbiopsietechniken ist heute gewusst, dass die Zöliakie tatsächlich eine Krankheit ist, die durch den Verzehr bestimmter Proteine aus der Familie der Prolamine ausgelöst wird, die, wie oben erwähnt, in vielen Getreidesorten enthalten sind. Die Aufnahme dieser Prolamine durch genetisch prädisponierte Personen löst eine Kettenreaktion aus, die zu einer Reaktion des Immunsystems führt, die eine Entzündung der Dünndarmwand zur Folge hat, was zu einer fortschreitenden Zerstörung der Darmzotten (winzige fingerartige Fortsätze, die die Schleimhaut des Dünndarms auskleiden) führt, die eine entscheidende Rolle bei der Nahrungsaufnahme spielen. Diese Zottenatrophie führt häufig zu Darmstörungen (chronischer Durchfall, Blähungen, Verdauungsstörungen, Übersäuerung des Magens, Übelkeit, Erbrechen usw.) und Nährstoffmängeln, die wiederum zu chronischer Anämie, Gewichtsverlust, Wachstumsstörungen bei Kindern usw. führen können. Aufgrund der chronischen Porosität des Darms ("leaky gut") kann diese Erkrankung auch zu anderen außerverdauungsbedingten Störungen führen (chronische Müdigkeit, Reizbarkeit, Depressionen, Angstzustände, Konzentrationsstörungen, Ekzeme, Gelenkschmerzen, Knochenbrüchigkeit, Zahnschmelzanomalien, Fruchtbarkeitsstörungen, Kopfschmerzen, Migränen, chronische Mundgeschwüre usw.) und sogar andere Autoimmunerkrankungen auslösen.

Dennoch ist es nach bestimmten Studien und wie Julien Venesson in seinem Buch “Wie der Weizen uns vergiftet" aufzeigt, wichtig zu wissen, dass nicht alle genetisch prädisponierten Menschen die Krankheit entwickeln, was einmal mehr den Einfluss unserer Umwelt auf unser Erbgut durch sogenannte epigenetische Veränderungen zeigt.

Heute gibt es keine Medikamente zur Behandlung der Krankheit, aber Menschen, die daran leiden, können dank einer glutenfreien Ernährung ein normales Leben führen.

Was bedeutet es glutenunverträglich zu sein?

Seit einigen Jahren wird in wissenschaftlichen Studien auch von einer "Non-Celiac Gluten Sensitivity" ("NCGS") gesprochen. Verwendet werden auch verschiedene Synonyme, wie z. B. Glutenunverträglichkeit ohne Zöliakie, Glutenüberempfindlichkeit oder -sensitivität, Weizensensitivität usw. In diesem Dokument verwende ich lieber den Begriff "Glutenunverträglichkeit".

Im Falle einer Glutenunverträglichkeit ohne Zöliakie verursacht die Aufnahme von Gluten zwar immer noch ähnliche Symptome wie die oben erwähnte Zöliakie einschließlich Symptomen, die alle Körpersysteme und das Verhalten betreffen können, aber der Mechanismus ist insofern anders, als die Unverträglichkeit nicht den Ausbruch einer Autoimmunerkrankung zur Folge hat. Das gesamte Krankheitsbild ist daher weniger schwerwiegend.

Weder Zöliakie noch Glutenunverträglichkeit sind allergische Reaktionen. Eine Nahrungsmittelallergie verursacht eine immunologische Reaktion, die in der Regel augenblickliche Reaktionen wie Rötung, Ödem, Juckreiz oder anaphylaktischer Schock verursacht, im Vergleich zu der durch Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit verursachten Reaktion.

In meinen Beratungen habe ich festgestellt, dass sich hinter einer Glutenunverträglichkeit zahlreiche Pathologien verbergen können, vom Reizdarmsyndrom über Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Arthrose bis hin zu Autismus oder Epilepsie, um nur einige zu nennen. Und dass u. a. ein strikter Verzicht auf Gluten zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome beitragen kann. Dies ist kein wissenschaftlicher Beweis, aber es zeigt, dass eine einfache Ernährungsumstellung ohne Nebenwirkungen die Gesundheit von Patienten stark verbessern kann.

Aber Vorsicht vor den Verführungen von "glutenfreien" Produkten! Wenn Sie mehr über dieses Thema wissen wollen, lade ich Sie ein, auf diesen Link zu klicken: Hüten Sie sich vor den Verführungen von "glutenfrei".

Wie kann ich sie begleiten?

Eine Ernährungsumstellung ohne Gluten ist eine echte Umgestaltung in unseren Essgewohnheiten, denn sie erfordert den Verzicht auf Lebensmittel, die einen festen Platz auf unseren Tellern einnehmen: Brot, Pasta, Pizza usw. Natürlich geht das nicht ohne eine Anzahl an Schwierigkeiten und Fragen: "Wo finde ich gesunde, hochwertige Ersatzprodukte?” "Wie kann ich einkaufen, ohne zwei Stunden mit dem Lesen von Etiketten zu verbringen?” “Wie kann ich das Brot beim Frühstück ersetzen?” "Was soll ich tun, wenn ich in ein Restaurant oder bei einem Freund eingeladen bin?” "Welches Essen soll ich zur Arbeit mitbringen?” "Soll ich diese Veränderung meiner ganzen Familie auferlegen?” usw. Diese Fragen sind alle legitim, und wenn Sie diese Umstellung allein vornehmen, kann es ein echter Hindernislauf sein.

Wenn Sie also eine persönliche Begleitung wünschen, um Ihre neue Ernährungsweise mit Ruhe zu beginnen, um zu lernen, Etiketten zu lesen, zwischen "glutenfrei" (gut) und "glutenhaltig" (schlecht) zu unterscheiden, um Ihre Motivation zu steigern, um zu lernen, wie Sie Ihr eigenes Brot, Ihre Pasta, Ihre Pizza und Ihr Gebäck mit glutenfreien Mehlen herstellen können, und um Ihre ganze Familie zu verwöhnen, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Am Ende des Tages werden Sie eine Menge Zeit sparen, sich entspannter fühlen und vor allem eine immense Erleichterung und Vitalität erfahren, wenn Sie unter einem oder mehreren der vielen Symptome leiden, die mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit verbunden sind!

Quellen:

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